Der Alpenraum zeichnet sich durch einzigartige geographische und natürliche Merkmale aus. So konzentrieren sich Handel, Gewerbe und Industrie in den Hauptsiedlungsräumen der Alpenrandlagen sowie in den Alpentälern entlang der großen Verkehrsachsen, während der ländliche Siedlungsraum weitläufig und dünn besiedelt ist. Über 40 % der Alpenfläche sind nicht ständig oder gar nicht besiedelt. Diese Merkmale bedingen es, dass einige der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts im Alpenraum besonders ausgeprägt sind.

Die wirtschaftliche Globalisierung erfordert eine nachhaltige und gleichbleibend hohe Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Region. Zugleich führt der demographische Wandel zur Überalterung der Gesellschaft und zur Abwanderung hochwertiger Arbeitskräfte aus Teilen des Alpenraums. Der weltweite Klimawandel zeigt bereits konkrete Auswirkungen auf Umwelt, Biodiversität und Lebensbedingungen der BewohnerInnen. Der Alpenraum als Transitregion im Herzen Europas erfordert zudem aufgrund seiner geographischen Besonderheiten und der damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt nachhaltige und gemeinsam getragene Verkehrskonzepte. Schließlich ist der Alpenraum als einzigartiger Natur- und Kulturraum zu erhalten.

Die EU-Alpenstrategie bietet die Chance, diese besonderen Herausforderungen des Alpenraumes mit innovativen Initiativen zu bewältigen. Dazu vereint sie sieben Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Slowenien, Schweiz und Liechtenstein) und 48 Regionen. Thematisch konzentriert sich die EU-Alpenstrategie auf die drei Schwerpunkte Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, umweltfreundliche Mobilität und Anbindung sowie nachhaltige Bewirtschaftung von Energie-, Natur- und Kulturressourcen. Die teilnehmenden Staaten und Regionen sowie die EU stimmen sich in neun thematischen Aktionsgruppen ab und entwickeln konkrete Projekte. Zusätzlich widmen sie sich dem bereichsübergreifenden Ziel der Governance.

Die Ziele der Strategie lassen sich damit wie folgt unterteilen:

    Ziel 1 Gerechter Zugang zu Beschäftigungsmöglichkeiten unter Nutzung der hohen Wettbewerbsfähigkeit des Alpenraums:

    Aktion 1: Entwicklung eines wirksamen Forschungs- und Innovationsökosystems
    Aktion 2: Steigerung des wirtschaftlichen Potenzials strategischer Branchen
    Aktion 3: Verbesserung der Adäquatheit des Arbeitsmarkts und der allgemeinen und beruflichen Bildung in strategischen Branchen

    Ziel 2 Nachhaltige interne und externe Anbindung:

    Aktion 4: Förderung von Intermodalität und Interoperabilität in Personen- und Güterverkehr
    Aktion 5: Elektronische Verbindungen zwischen Menschen und besserer Zugang zu öffentlichen Diensten

    Ziel 3 Integrative ökologische Rahmenbedingungen und erneuerbare, zuverlässige Energielösungen für die Zukunft:


    Aktion 6: Erhaltung und Aufwertung der natürlichen Ressourcen einschließlich Wasser und Kulturressourcen
    Aktion 7: Entwicklung der ökologischen Anbindung im gesamten Programmgebiet der EUSALP
    Aktion 8: Verbesserung des Risikomanagements und bessere Bewältigung des Klimawandels,
                     einschließlich Verhinderung größerer Naturgefahren

    Aktion 9: Umwandlung des Gebiets in eine Vorzeigeregion für Energieeffizienz und erneuerbare Energie

    Ziel 4 Aufbau eines makroregionalen Governance-Modells für den Alpenraum, das die Zusammenarbeit und Koordinierung
    von Aktionen verbessert

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

 Tiroler EUSALP-Präsidentschaft
 EUSALP-Homepage
 Europäische Kommission
 Alpenkonvention
 EU-Alpenraumprogramm

Kontakt

Organisation

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Tagungsort

Congress Innsbruck
Rennweg 3
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www.cmi.at

 

 

 

 

 

 

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